Experimentalphonetische Analyse der Artikulation und Perzeption von Cochlear-Implantat-Trägern

Förderung
DFG
Zeitraum
2012 - 2015

Projektbeschreibung

Das Primärziel des Projektes besteht darin, besser zu verstehen, wie sich die Artikulation von Menschen mit Cochleaimplantat (CI) von der Artikulation der Kontrollgruppe unterscheidet. Zusätzlich zu den akustischen Analysen, die hierzu erforderlich sind, werden außerdem umfangreiche Perzeptionstests zum Auflösungsvermögen durchgeführt werden, die nicht nur die akustischen sondern auch die visuellen und somatosensorischen Eigenschaften mit einheitlichen Versuchsaufbauten untersucht. Das Gesamtziel des Projektes ist, die Verbindung zwischen Produktion und Perzeption zu knüpfen. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Sinn (oder Kombination von mehreren Sinnen) zu finden, von dessen Auflösungsvermögen sich am zuverlässigsten auf die Qualität der Sprachproduktion (im Sinne der Fähigkeit, stabile Lautkontraste zu artikulieren) schließen lässt. Dies soll wiederum zur weiteren Beurteilung multimodaler Integration als Schlüsselkomponente bei der Verarbeitung gesprochener Sprache beitragen, und zwar nicht nur bei CI-Patienten, sondern auch bei Normalhörenden. Auf dieser Basis hoffen wir als längerfristiges Ziel die Gründe für die doch deutliche Variabilität der Sprachfähigkeiten zwischen einzelnen CI-Patienten besser beleuchten zu können und so zur Weiterentwicklung therapeutischer Ansätze beitragen zu können. Um dies umzusetzen, werden vier Gruppen von CI-Trägern, die sich in Alter bei Hörverlust und Alter bei Versorgung systematisch unterscheiden, untersucht und mit Kontrollgruppen verglichen werden.